Kirchenkreis Steinfurt Coesfeld Borken Pressemitteilung

TATENDA! Brot für die Welt bedankt sich und informiert

Die 68. Aktion von Brot für die Welt zeigt am Beispiel Simbabwes, wie Menschen durch nachhaltige Landwirtschaft neue Perspektiven gewinnen.

Projektmitarbeiter Giyani Siwela (Foto rechts) erläutert die Vorteile der Tröpfchenbewässerung. Foto: Kathrin Harms/Brot für die Welt

Projektmitarbeiter Giyani Siwela (Foto rechts) erläutert die Vorteile der Tröpfchenbewässerung. Foto: Kathrin Harms/Brot für die Welt

Tatenda – heißt in der Sprache Shona, die in Simbabwe gesprochen wird „Danke“. Danke sagen möchten wir als Kirchenpartnerschaftskomitee im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken allen Spenderinnen und Spendern im Namen der Menschen, deren Leben durch die Unterstützung von Brot für die Welt etwas leichter geworden ist. Nicht nur in Simbabwe, sondern in 3001 Projekten und 80 Ländern.

68. Aktion beginnt im Advent 2026

Am 1. Advent 2026 beginnt die 68. Aktion unter dem Motto „Kraft zum Leben schöpfen“. In diesem Jahr freuen wir uns besonders, denn der Eröffnungsgottesdienst für unsere westfälische Landeskirche findet in Ochtrup statt am 29. November 2026 um 10:30 Uhr. Im Zentrum steht die Frage nach Wasser. Wasser ist lebensnotwendig – so grundlegend wie unser tägliches Brot. Was es bedeutet, wenn über Monate kein Regen fällt, haben wir in Deutschland im Jahr 2026 hautnah selber erlebt.

"Solange Wasser fehlt, bleiben Menschrechte ein leeres Versprechen."

Jeder Mensch braucht es zum Überleben, und doch fehlt mehr als zwei Milliarden Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dabei ist dieser Zugang seit 2010 als grundlegendes Menschenrecht anerkannt. Ohne Wasser gibt es kein Leben, keine Gesundheit, keine Nahrung. Solange Wasser fehlt, bleiben Menschenrechte ein leeres Versprechen.

Brot für die Welt stellt immer ein Projekt exemplarisch für die gesamte Arbeit vor. In diesem Jahr liegt das Projekt in einer Region in Simbabwe, die  uns Kirchenkreis im sehr vertraut ist – in Gokwe Nord. Mit vielen Unterstützern haben wir vom Partnerschaftskomitee dort an der Martin-Luther-Schule in Burure, die von der Evangelisch – Lutherischen Kirche von Simbabwe geführt wird, ein naturwissenschaftliches Lernzentrum bauen können.

Bauern in Gokwe Süd kämpfen gegen den Klimawandel

In der Region Gokwe Süd in Simbabwe ist es in dem generell trockenen Land besonders trocken. Der Klimawandel hat es noch dramatischer werden lassen. Dort hat Brot für die Welt mit der methodistischen Organisation MEDRA Tiefenbrunnen für die Dorfbewohner gebohrt. Gleichzeitig helfen Landwirtschaftsberater Techniken zu erlernen, die das kostbare Wasser bei der Bewässerung durch einfache Tröpfchenbewässerung mit leeren Plastikflaschen ganz gezielt nutzen. Dem Klimawandel begegnen die Kleinbauern u.a. durch besonderes Saatgut und Pflanzen, die Dürre besser verkraften. Ziegen und Rinder wurden geimpft, so dass sie sich gut vermehren.

Ein Dollar im Monat für Instandhaltung und Reparaturen reicht aus

Jeden Monat sparen die 80 Familien je einen US-Dollar. Das Geld wird für Instandhaltung und Reparaturen sowie weitere Ausbildung genutzt .

Die Familien konnten nicht nur die eigene Ernährungssituation verbessern, sondern Überschüsse und Nutztiere verkaufen. Beauty Nyati ist stolz: „Ich kann meine drei Kinder zur Schule schicken. Und ich habe mit den anderen Frauen viel gelernt. Auch neues Selbstbewusstsein!“

Kerstin Hemker