Projekte

Wir unterstützen den Aufbau zweier Sekundarschulen unserer Partnerkirche. Beide Schulen liegen in ländlichen Regionen, die eine im Nordwesten des Landes in Burure, die andere im Südosten des Landes in Gurungweni. Beide Schulprojekte haben für die Entwicklung vor Ort, die Stärkung der Gemeinden und unserer Partnerschaft einen hohen Wert.

Vermittelt durch BeeSupport in Holland knüpfen wir gerade Kontakte zur Kutsungirira Beekeeping Society in Masvingo, einer NGO die Familien im ländlichen Raum bei der ökologischen Bienenzucht unterstützt.


Die Martin-Luther-Schule in Burure

Burure ist eine kleine Ansiedlung in der Nähe des Karibasees, etwa 520 km von der Hauptstadt Harare entfernt. Sie wurde 1995 gegründet und in ihr leben etwa 6000 Personen. Sie liegt 8 km von einer befestigten Straße entfernt und ist während der Regenzeit nur zu Fuß oder mit dem Eselskarren zu erreichen.

Burure ist das Zentrum eines Missionsgebietes der evangelisch-lutherischen Kirche im Westen des Landes. Die Familien, die hier leben, sind für unsere Verhältnisse sehr arm. Fast alle leben von der Landwirtschaft, pflanzen Hirse, Baumwolle, Mais oder Sesam an. Jede Familie hat einige Kühe, Ziegen und Hühner.

Das Zentrum der Ansiedlung bilden die Grundschule (Klasse 1 – 7) und die Martin-Luther Sekundarschule (Klasse 8 – 10). Eine große Bedeutung für die Frauen hat zudem das Hospital mit einer Entbindungsstation, regelmäßigen Impfungen für die Kinder und einem Projekt zur Malariabekämpfung. Alle drei Einrichtungen werden von unserer Partnerkirche getragen.

Die Sekundarschule ist seit 2008 in Betrieb. Viele der knapp 400 Schüler*innen gehören zum Volk der Tonga. Alle sprechen Shona. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Die Klassen sind mit über 40 Schüler*innen recht groß.
Was der Schule bislang noch fehlte, waren geeignete Räume für einen naturwissenschaftlichen Unterricht. Den Aufbau des Naturwissenschaftlichen Zentrums mit zwei Klassenräumen und einem Lehrervorbereitungsraum haben wir auf Wunsch unserer Partner in den letzten Jahren vielfältig unterstützt. Angesichts der wirtschaftlichen Situation in Simbabwe gestaltete sich dieses Vorhaben langwierig und mühselig. Doch es wurde von den Schülern und Eltern engagiert unterstützt, die von weit her Wasser brachten und Gräben für Leitungen zogen.

Seit Januar 2020 wird der erste Klassenraum genutzt. Es fehlen allerdings noch Schulbücher und Laborausstattungen wie Bunsenbrenner und Mikroskope. Dringend benötigt wird zudem eine Fotovoltaikanlage, die Strom liefert. 

Ein besonderer Dank gilt der Schulreferentin em. Kerstin Hemker, die den Neubau mit unermüdlicher Energie vorangetrieben und beharrlich Mittel eingeworben hat. Ein herzlicher Dank geht zudem an das Mariengymnasium in Bocholt, dass den Bau bislang mit mehr als 24.000 € maßgeblich unterstützt hat.