Seelennahrung - Impulse für jeden Monat

Jeden Monat wird ein kleines Gericht für die Seele auf dieser Seite eingestellt - eine Seelenspeise, Herzensgedanken für den Glauben - verkosten Sie es und lassen sich überraschen.

Verantwortlich für die Seelenspeisen ist der Ausschuss Gottesdienst und Spiritualität


Der Impuls für November stammt von Ralf Groß, Pfarrer und Geistlicher Belgleiter, Borken

 


 

Gebet mit Bekenntnis zu Gott

Vor Dir, Gott, stehe ich
und bekenne Dir, was für ein ungutes Gefühl
es ist, zu wissen, dass Du alles siehst.

Die Seiten an mir, die mir selbst nicht gefallen,
würde ich am liebsten vor allen verbergen.

Doch Du stellst mich nicht bloß!
Du überrascht mich immer wieder, Gott.

Jetzt kann ich vor Dir stehen und mich Dir öffnen.

Ich sehe, wie Du mich als Menschen erschaffen hast.
Ich sehe, was Du alles in mir angelegt hast
und sehe immer klarer den Menschen vor mir,
der ich noch werden kann.

In Deinem Sohn Jesus Christus sehe ich,
wie Du, Gott, zu den Menschen stehst und sie aufrichten willst.
In seinem Leben sehe ich, wie menschlich unser Leben sein könnte
und auf welch einzigartige Weise Jesus es gelebt hat.
In ihm begegnest Du uns ganz als Mensch und als Gott.

Durch seine Auferstehung gibst Du uns
die Hoffnung auf ein erfülltes und ewiges Leben zurück,
die in mir zu manchen Zeiten wie tot schien.
So wird mir dein Sohn Jesus zum Erlöser.
Ich freue mich auf seine Wiederkehr –
ob nun zu meinen Lebzeiten oder später.
Denn in deinem Reich wird es keinen Platz mehr für das Böse geben,
sondern das Leben gefeiert.

Vor, Dir, Gott stehe ich
und bekenne Dir, wie gut es nun tut,
zu wissen, dass Du alles siehst.

Seiten entdecke ich an mir, die mir immer mehr gefallen,
und die ich nicht länger verbergen kann!

Denn Du stellst meine Füße in einen weiten Raum.
Durch Dich bin ich immer wieder von mir selbst überrascht, Gott.

Jetzt kann ich vor Dir stehen
und die Menschen sehen,
die vor mir, neben mir, hinter mir stehen
und mich ihnen öffnen.

Dein Geist gibt mir die Kraft und den Mut ein Leben im Sinne Jesu zu leben.
In seinem Geist möchte ich immer mehr handeln.
So wie mir vergeben wird, möchte ich anderen vergeben.
So wie Du mir das tägliche Brot gibst, möchte ich mit ihnen teilen.
So wie Du mir Hoffnung für mein Leben jetzt und auf ewiges Leben gibst,
möchte ich ihnen auch Hoffnung darauf machen.
So wie Du Dich mit mir verbunden hast,
möchte ich mit ihnen im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung verbunden sein.
Weil Du zu uns stehst, steht niemand allein inmitten der Menschen.
Wir stehen füreinander ein.

Mit der Gemeinschaft der Glaubenden weiß ich mich geborgen
in Dir, Gott.

Dazu stehe ich.

Amen.