Kirchenkreis Steinfurt Coesfeld Borken

Prädikantenkonvent bringt drei Kirchenkreise zusammen

Erster gemeinsamer Konvent der Prädikantinnen und Prädikanten im Münsterland: 23 Teilnehmende beraten über die Zukunft ihrer Arbeit.

23 Prädikanten aus drei Kirchenkreisen kamen zu einem gemeinsamen Austausch über die künftige Zusammenarbeit zusammen. Foto: Kristin Pleuger

23 Prädikanten aus drei Kirchenkreisen kamen zu einem gemeinsamen Austausch über die künftige Zusammenarbeit zusammen. Foto: Kristin Pleuger.

Erstmals haben sich Prädikantinnen und Prädikanten aus den drei evangelischen Kirchenkreisen im Münsterland zu einem gemeinsamen Konvent getroffen. 23 Teilnehmende kamen am Freitagabend in Münster zusammen, um über die Zukunft der Prädikantenarbeit im gemeinsamen Gestaltungsraum zu beraten.

Prädikantenarbeit im Spiegel kirchlicher Veränderungen

Wie kann die Prädikantenarbeit angesichts kirchlicher Veränderungen weiterentwickelt werden? Und wie können die drei Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg dabei künftig enger zusammenarbeiten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ersten gemeinsamen Prädikantenkonvents.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden von den Superintendenten der drei Kirchenkreise: Holger Erdmann (Münster), André Ost (Tecklenburg) und Imke Philipps (Steinfurt-Coesfeld-Borken). Eine gemeinsame Andacht mit Holger Erdmann und Popkantor Philipp Holmer eröffnete den Abend.

Heike Hermann aus dem Kirchenkreis Tecklenburg und Gerd Oevermann aus dem Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken führten anschließend in durch das Treffen der Prädikanten. Im Mittelpunkt stand der gemeinsame Austausch: Welche Veränderungen gibt es in der Prädikantenarbeit? Was braucht es, damit sie auch in Zukunft lebendig und tragfähig bleibt? Und wie kann die Zusammenarbeit über die Grenzen der einzelnen Kirchenkreise hinweg gestaltet werden?

Dabei ging es ausdrücklich nicht um fertige Lösungen. Die Teilnehmenden brachten eigene Wünsche, Fragen und Ideen ein und benannten auch Punkte, die sie sich für die weitere Entwicklung nicht wünschen. Der gemeinsame Prozess soll von den Beteiligten gestaltet werden und nicht allein von den kirchenleitenden Ebenen vorgegeben sein.

"Botschafter der frohen Botschaft"

„Prädikantinnen und Prädikanten sind Botschafterinnen und Botschafter der frohen Botschaft“, hieß es bei dem Treffen. Ihre vielfältige ehrenamtliche Arbeit sei ein wichtiger Bestandteil kirchlichen Lebens und verdiene auch in Zeiten des Umbruchs gute Begleitung und neue Formen der Zusammenarbeit.

Konkrete Wünsche der Teilnehmenden waren unter anderem gemeinsame Fortbildungen, eine stärkere Kontaktpflege untereinander sowie regelmäßige Impulse für die eigene Arbeit. Der erste gemeinsame Konvent soll deshalb keine einmalige Veranstaltung bleiben: Künftig ist ein Treffen der Prädikantinnen und Prädikanten aus den drei Kirchenkreisen zweimal im Jahr geplant.

Damit ist ein erster Schritt zu einer engeren kirchenkreisübergreifenden Zusammenarbeit gemacht – mit dem Ziel, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und die Prädikantenarbeit gemeinsam in die Zukunft zu führen.