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Interview mit Jan Tomischat zur Präventionsschulung

Das derzeit jüngstes Mitglied der Kirchenleitung, spricht sich für die Präventionsschulung der Landeskirche aus und ermuntert, selber aktiv zu werden.

Jan Tomischat ist nun ausgebildeter Multiplikator für die Präventionsschulung der Landeskirche. Foto: Kirchenkreis

Jan Tomischat ist seit 2023 Mitglied der Kirchenleitung von Westfalen. Foto: Kirchenkreis

Du bist seit kurzem ausgebildeter Multiplikator und damit neben Monika Hölscher, Anne Haschke und Dorina Meier die vierte Person im Kirchenkreis, die Präventionsschulungen durchführen darf. Was muss man sich unter einer Präventionsschulung vorstellen?

Jan Tomischat: Unter einer Präventionsschulung muss man sich konkret eine aus Theorie und Praxis bestehende Fortbildung zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt vorstellen. Diese reicht von Themen, wie dem Kirchengesetz zum Schutz von sexualisierter Gewalt über Fragen, wie „Wer darf was?“ oder „Was ist überhaupt sexualisierte Gewalt?“ bis hin zu Verfahrenswegen, was im Fall von sexualisierter Gewalt passiert oder wo man als Betroffene oder Beschuldigte Person Unterstützung bekommt. Generell also eine umfassende Schulung bzw. umfassende Schulungen in diesem Themenkomplex, sodass grenzverletzendem Verhalten oder sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche vorgebeugt werden kann.

 

Im Kirchenkreis müssen alle Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich engagieren, eine Präventionsschulung absolvieren. Warum ist das wichtig?

Jan Tomischat: In den Gemeinden arbeiten haupt- und ehrenamtliche Personen gemeinsam verantwortlich zusammen und wir haben alle die Verantwortung Menschen vor jeglicher Art von Gewalt zu schützen. Aus diesem Auftrag heraus resultiert eine Haltung, der Achtsamkeit, der Aufmerksamkeit, des Respekts und der Wertschätzung, genauso wie der grenzachtenden Kommunikation durch die Wahrung persönlicher Grenzen.

Und um alle Menschen, die zu uns kommen zu schützen, ist es wichtig, dass alle Haupt- und Ehrenamtlichen regelmäßig geschult werden, um die nötige Aufmerksamkeit für ihre Mitmenschen zu haben und beizubehalten.

 

Was ist dir persönlich bei den Schulungen besonders wichtig?

Jan Tomischat: Mir ist persönlich wichtig, dass die Inhalte immer relevant für die Teilnehmenden sind, was die praktische Übung von theoretischen Inhalten bedeutet und diese auch immer wieder zu verbinden und da einzubauen, wo es möglich ist. Darüber hinaus ist mir wichtig, dass eine Haltung entsteht, die davon geprägt ist aufeinander und auch sich selbst achtzugeben und wenn gewollt auch in sich selbst hineinzuhorchen - was ist für mich okay und wo muss ich auch einen Schlussstrich ziehen und darf das auch.