Am 15. Mai beginnt Christina Golldack ihre Stelle als erste Popkantorin im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken. Die 39-jährige Ibbenbürenerin hat dann die Aufgabe, Angebote im Bereich der christlichen Popularmusik zu etablieren, Chöre und Bands zu coachen und zu vernetzen sowie die Musiker:innen im Kirchenkreis zu begleiten und zu beraten.
Golldack ist Herzblutmusikerin. Wenn sie von ihren Chören spricht, strahlt sie. „Gospelmusik, Worship, neue geistliche Musik und Popularmusik – das ist meine Sprache“, sagt sie. Mit Bigband, Orchester oder Bandbegleitung zu singen und dabei den Groove zu spüren, sei „unvergleichlich“. In ihren Gospel- und Popchören mache sie immer wieder die Erfahrung, dass Menschen aller Altersklassen, die mit Kirche zunächst wenig anfangen können, durch die Musik eine Verbindung spüren – zu sich selbst, zu den anderen Sänger:innen und zu Gott.
Ihre Leidenschaft für Musik entdeckte Golldack mit elf Jahren bei einem Auftritt eines Gospelchores. Kurz darauf stieg sie in den Gospelchor der Kirchengemeinde Lengerich-Hohne ein und sang dort bis zum Abitur. Neben der Schule jobbte sie, um die Teilnahma an Gospelworkshops finanzieren zu können. Mit 18 Jahren übernahm sie auf der Freilichtbühne Tecklenburg ihre erste Musicalrolle. Es folgten zahlreiche Studioaufnahmen unter anderem mit dem Jazz- und Kirchenmusiker Micha Keding sowie nach dem Abitur die Aufnahme in den ersten Jahrgang des Studiengangs Popularmusik an der Universität Osnabrück. „Diese vier Jahre waren eine ganz tolle Zeit, in der wir durch jegliche Stile der Musik und Gesangstechniken reisen durften“, sagt Golldack. Parallel zum Studium absolvierte sie eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der German Musical Academy.
Seit vielen Jahren ist Golldack als Sängerin, Chorleiterin und Gesangsdozentin tätig. Dabei stehen Gospel- und Worshipmusik im Zentrum ihrer Tätigkeit. Aktuell leitet sie mehrere Chöre, unterrichtet an der Landesmusikakademie NRW und ist darüber hinaus mit eigener Band sowie als Solistin und Studiomusikerin aktiv.
Ideen für ihren Start im Kirchenkreis hat sie bereits: „Ich möchte mich den Menschen im Kirchenkreis musikalisch vorstellen – mit einer Reihe, die ich ‚Here I Am to Worship‘ nenne. Dabei lade ich die Kirchengemeinden dazu einladen, in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam mit mir Musik zu machen, damit wir uns kennenlernen können.“
Musik zu machen, das bedeutet für Golldack auch, den Alltag aufzubrechen, abzutauchen, runterzukommen und Gemeinschaft zu erleben: „Musik ist für mich lebendiger Glaube!“

