Blühwiesen

Platz schaffen für Vielfalt...

Es ist im Interesse der Natur, zu der wir Menschen gehören, die Vielfalt der Arten zu erhalten. Dies ist eine Zentralperspektive beim Blick auf die Schöpfung. Eine farbenfrohe Blumenwiese als Bienenweide oder auch Lebensraum für viele summende Insekten ist meist schöner als geschotterte Flächen oder artenarmer grüner Rasen.

Der kreiskirchliche Ausschuss für gesellschaftliche Verantwortung (AGV) fordert Kirchengemeinden und Kindergärten dazu auf, Freiflächen in ihrer Umgebung zu finden. Wählen Sie die Flächen nicht allzu groß, um eine überschaubare Herausforderung zu bekommen, die mit guten Erfahrungen verbunden sein soll – nicht mit Überforderung.

Warum und wofür?
Insektenarten sterben aus, Folgen sind Bestäubungsnotstand, Verarmung der Natur, Insektenfresser wie größere Insekten, Vögel wie Schwalben, Rotkehlchen uvm. finden keine Nahrung, die Brut stirbt. Die Nützlingswirkung der Insektenfresser wird geschwächt. Die Blumenwiese schafft attraktiven Lebensraum, besonders für Insekten. Gelegenheiten, sich an der Vielfalt der pflanzlichen und tierischen Lebewesen zu freuen, bewirken hoffentlich einen achtsameren und respektvolleren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen und den Lebensressourcen.

Wie fange ich an?
Finden Sie eine Fläche in Ihrer Gemeinde. Diese sollte gut von der Sonne beschienen sein. Es können zentrale Flächen sein, die größte Aufmerksamkeit schafft, es gibt aber auch Möglichkeiten der breiteren Streifen entlang von Mauern, Zäunen, Hecken, Beeten…Die Blumenwiese macht im Jahreslauf weniger Arbeit.
Sprechen Sie mit Verantwortlichen über diese Möglichkeiten und holen Sie die Zustimmung ein von z.B. Presbyterium, Einrichtungsleitung o.Ä. Finden Sie eine Person, die sich für die Pflege dieser Fläche verantwortlich bereit erklärt.

Was ist dann zu tun?
Bestellen Sie den Samen kostenfrei über den Ausschuss für gesellschaftliche Verantwortung bei Friedrich Gregory (frigre@gmx.de), Bussardweg 11, 48683 Ahaus.
Geben Sie an, wie viele Quadratmeter Sie gestalten möchten und eine Kontaktadresse.

Wie geht es weiter? (Eine ausführliche Anleitung mit weiteren Tipps & Tricks finden Sie hier)

1. Bodenvorbereitung
Vor der Aussaat sollte der Boden tief gelockert werden (z.B. mit einer Grabegabel). Eine unkrautfreie, feinkrümelige Struktur ist anzustreben. Das Saatbeet soll möglichst frei von Löwenzahnwurzel, Quecke, Winde, Weißklee und Disteln sein.

2. Aussaat
Die Aussaat erfolgt von März bis Mai. Die richtige Samenmenge von 1,5 g pro Quadratmeter ist recht gering. Zur besseren Verteilung des Saatguts können Sie die Aussaatmenge mit Sand im Verhältnis 1:2 oder 1:3 strecken. Es ist wichtig, die Einsaat-Fläche anschließend zu walzen oder mit einem Brett am Fuß anzudrücken. Samen nicht einarbeiten! Nicht düngen!Unter günstigen Bedingungen keimen die meisten Samen innerhalb 2-4 Wochen. Während dieser Zeit darf die Fläche nie austrocknen.

3. Pflegen
Nach 10-12 Wochen sind die Blüten sichtbar. Der erste Schnitt erfolgt Anfang Juni, wenn die Blüten (ca. 80-100cm hoch) sehr attraktiv sind. Diese Arbeit ist nicht mit einem üblichen Rasenmäher sondern mit z.B. mit Sense oder Sichel durchzuführen, um eine Schnitthöhe von ca. 8-15cm zu erzielen und nicht zu mulchen. Das Mähgut (die abgesensten Pflanzenteile) sollte abgeräumt werden, z.B. mit einer Harke. Nach 4-6 Wochen erfolgt dann eine 2. Blüte.

Fotowettbewerb
Bitte fotografieren Sie attraktive Momente der Blütenwiese, z.B. in der frühen aufgehenden Sonne, Blüten mit oder ohne Insekten, beobachtende Menschen … und senden Ihr schönstes Blühwiesenfoto bitte bis zum 1. September 2019 an die Öffentlichkeitsreferentin Maleen Knorr, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@der-kirchenkreis.de
Alle Fotos werden auf dieser Seite veröffentlicht; die besten Einsendungen werden ausgezeichnet.