Kirchenkreis Steinfurt Coesfeld Borken Pressemitteilung

Joachim Anicker bleibt Superintendent

Synode des Kirchenkreises wählt Kreissynodalvorstand (KSV) - Susanne Falcke neue Assessorin

Der neue Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken: Neben den theologischen Mitgliedern Superintendent Joachim Anicker (vorne, l.), Assessorin Susanne Falcke (vorne, M.), der stellv. Assessorin Sabine Kuklinski (hinten, r.), Schriftführer Uwe Riese (vorne, r.), dem stellv. Schriftführer Dirk Hirsekorn (hinten, M.) wurden Alexander Becker (2.v.r.), Conkordia Oberrecht (3.v.l.), Simone Erdweg (2.v.l.), Hartmut Wiggers (hinten, l.), Christine Maiwald-Nickoleit (1.v.l.), Gudrin Janssen (7.v.r.) und Hilke Bramkamp (4.v.r.) als nicht-theologische Vertreter*innen in das Gremium gewählt. Es fehlen: Mechthild Hüsken und Heike Möller. (Foto: Maximilian Stascheit)

Superintendent Joachim Anicker steht mit Susanne Falcke künftig eine neue Stellvertreterin zur Seite. (Foto: Maximilian Stascheit)

Joachim Anicker bleibt Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Auf der Kreissynode, die am Freitag unter Corona-Schutzbedingungen in der Stadthalle Ahaus stattfand, wählten die Mitglieder der Synode den 63-Jährigen Ochtruper, der das Amt seit 2005 innehat, mit 61 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen in eine dritte Amtszeit. In seiner Bewerbungsrede hatte Anicker zuvor angekündigt, das Amt nicht mehr für eine volle Amtszeit, sondern lediglich für rund 15 Monate weiter ausüben zu wollen, um zum Jahresende 2021 in den Ruhestand zu treten. 

Zugleich erklärte er, weshalb er diesen Zeitpunkt auch für den Kirchenkreis für geeignet halte. So stehe in wenigen Tagen der Umzug der Verwaltungsmitarbeitenden aus dem Kreiskirchenamt Steinfurt nach Münster an, wo sie zusammen mit den Verwaltungen der Kirchenkreise Münster und Tecklenburg eine gemeinsame Verwaltungseinheit bilden. Die Superintendentur verbleibt in Steinfurt im jetzigen Kreiskirchenamt, das dann als „Haus der Synodalen Dienste“ alle kreiskirchlichen Dienste zusammenführen werde, darunter neben Schulreferat, Diakonie und Öffentlichkeitsreferat auch die Jugend- und Bildungsarbeit. Zudem stehe für das kommende Jahr die geplante Zusammenführung der Diakonischen Werke Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg bevor. Auch diesen Prozess wolle er mit seiner langjährigen Erfahrung in der entscheidenden Phase begleiten.

„Ich werde meinen moderierenden und kooperativen Führungsstil nicht mehr verändern“, versicherte Anicker den Mitgliedern der Synode. Mit Blick auf die Zukunft gelte es, dem „unumkehrbaren Trend“, dass die Kirchen kleiner und weniger werden, aktiv und ideenreich zu gestalten. Als Beispiel nannte er die Hoffnung, dass die in der Corona-Zeit gemachten Erfahrungen mit Online-Gottesdiensten auch auf die Live-Gottesdienste vor Ort abfärben könnten: „kurzweilig, bildreich, anschaulich und auf den Punkt gebracht“ könne ihre Gestaltung sein. 

In den weiteren Wahlen zum Kreissynodalvorstand (KSV) wurde Susanne Falcke aus Dülmen mit 69 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen zur Assessorin und damit Stellvertreterin des Superintendenten gewählt. Sie tritt ab Oktober die Nachfolge von Hans-Peter Marker (Burgsteinfurt) an, der nicht erneut für das Amt kandidierte. Anicker würdigte Marker als einen „Glücksfall“, der ihm in seiner Amtszeit mit Rat und Tat zuverlässig zur Seite gestanden habe. Er habe sich selbst nie in den Vordergrund gedrängt, sei aber jederzeit bereit gewesen, in die erste Reihe zu treten.

Bei der Wahl zum stellvertretenden Assessor setzte sich Sabine Kuklinski, Gemeindepfarrerin aus Gronau, mit 46 Stimmen gegen den Bocholter Gemeindepfarrer Axel Gehrmann (21 Stimmen) durch. 10 Mitglieder enthielten sich der Stimme. 

Für die weiteren Positionen gab es nur jeweils einen Kandidaten. Auf Seiten der theologischen Mitglieder wurden Pfarrer Uwe Riese (Gronau) als Schriftführer und Pfarrer Dirk Hirsekorn (Coesfeld) als dessen Stellvertreter wiedergewählt. Die nicht-theologischen Mitglieder sind Alexander Becker (Borghorst-Horstmar) für die Region Steinfurt (Stellvertreterin: Mechthild Hüsken, Burgsteinfurt), Concordia Oberrecht (Gronau) für die Region Borken I (Stellvertreterin: Simone Erdweg, Ahaus), Hartmut Wiggers (Reken) für die Region Borken II (Stellvertreterin: Christine Maiwald-Nickoleit, Rhede) sowie Gudrun Janßen (Steinfurt) als Vertreterin der Synodalen Dienste (Stellvertreterin: Hilke Bramkamp, Ahaus). Der Platz für die Region Coesfeld bleibt zunächst vakant, da es hier keine Nominierung gab. Als Stellvertreterin für die Region fungiert Heike Möller (Coesfeld).

Nach dem Wahlmarathon, in dem auch die neun Ausschüsse des Kirchenkreises in geheimer Abstimmung neu gewählt wurden sowie nach einem Grußwort von Landeskirchenrätin Barbara Roth stellte Annette Braune ihre Arbeit als Multiplikatorin für Prävention und Schutzkonzepte vor, die sie seit April gemeinsam mit Monika Hölscher ausübt. Olaf Goos und Jean-Gottfried Mutombo informierten in ihren Berichten über die Partnerschaftsarbeit insbesondere über die schwierige Situation der Partnerschaftsgemeinde in Simbabwe während der Corona-Krise. 

Heinz van Goer, kaufmännischer Vorstand der Diakonie Steinfurt-Coesfeld-Borken, stellte außerdem die Pläne für die Fusion mit der Diakonie Tecklenburg vor, welche im kommenden Jahr vollzogen werden und dann unter dem Namen „Diakonie WesT“ (Diakonie im Westlichen Münsterland und im Tecklenburger Land) firmieren soll.