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»Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.« Epheser 6,18 – Monatsspruch März

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die einen gehen Joggen, die anderen entdecken Müsli völlig neu, wieder andere lernen ihren Beruf von einer ganz neuen Seite kennen. Nicht nur die Jungen, auch die in der Mitte des Lebens, oder jenseits davon. Träume sind entweder verwirklicht oder zu den Akten gelegt. Viele sind realistischer geworden. Routine hat die Kraft der Begeisterung oder des Schreckens ersetzt.

Manche gewinnen dem neu gewordenen Alltag plötzlich durchaus positive Seiten ab. Wir haben uns eingerichtet. Abgefunden mit der Situation. Mehr oder weniger. Aber immer wieder gibt es ein Erwachen, ein Aufbrechen, ein Ausbrechen, ein kurzes Erschrecken. Denn die Frage bleibt: Was soll ich jetzt tun?

Überall gute Ratschläge. Seitenweise Tipps zur richtigen Ernährung, Angebote für Laufschuhe, Anleitungen zu Stretching und Bewegung. Ginseng, Knoblauch, Haferkleie, Lecithin, Folsäure, Vitamin A, B12, B5 (C4 ist Sprengstoff - also nein!). Rumpfbeugen, Heilfasten, Yoga.

Alles allein, jede für sich, jeder gegen jeden! Was soll ich tun?
Ich werde älter, nichts bleibt. Außer das Virus? Bitte nicht! Was war, reicht für die Gegenwart, nicht für die Zukunft.

Was soll ich tun?
Blutdruck messen, Cholesterin beobachten, Vitamin C gegen Grippe, Baldrian für die Nerven? Einkaufen geht, Shopping nicht, Autofahren lohnt nicht, weil ich nicht weiß wohin und der Sprit eh zu teuer ist! Was soll ich tun?

„Hört nicht auf zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“ So rät (vermutlich) Paulus im Epheserbrief.

Schau nicht zurück, schau nach vorn.
Was war, ist nicht zu ändern. Hör nicht auf zu beten, sei wachsam, und sieh auf die Zukunft! Bitte für dich und für alle Heiligen, die Gemeinde, die Menschen, die dir anvertraut sind. Wo die Gemengelage aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Bequemlichkeit, Aufbruch, Angst und erster Müdigkeit uns hindert, in die Zukunft zu blicken, da können wir das alles im Gebet vor Gott bringen. Und Gott vertrauen, dass er uns bei allen Herausforderungen, die auf uns noch warten, nicht von unserer Seite weicht.

Ihr/Euer Axel Gehrmann
(Assessor im Kirchenkreis und
Pfarrer in Bocholt)