Evangelisch werden

Wie kann ich zur Evangelischen Kirche dazu gehören?

Menschen, die bisher keiner christlichen Kirche angehörten, werden durch die Taufe zum Gemeindeglied. In Deutschland werden meist Kleinkinder und Säuglinge getauft, doch die Taufe ist keine Frage des Alters - auch Jugendliche und Erwachsene entscheiden sich für die Taufe. Dann geht meist ein Taufunterricht, bei Kindern mindestens ein Taufgespräch mit den Eltern voraus. Auf diese Weise können die Täufinge, die Eltern und Paten mehr über den evangelischen Glauben und die Bedeutung der Taufe lernen und ein persönlicher Kontakt zu ihrer Gemeinde entsteht.


Wie kann ich (wieder) in die Evangelische Kirche eintreten?

Der Weg (zurück) in die Kirche führt in Westfalen in der Regel über die Kirchengemeinde, normalerweise die des Wohnortes.

Wer sich diesen Schritt überlegt, sollte ein Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin suchen. Wenn Sie dessen / deren Namen nicht kennen, schauen Sie doch einfach in das örtliche Telefonbuch unter "Kirchen, evangelische" oder im Internet. Die Ansprechpartner der Gemeinden unseres Kirchenkreises finden Sie zum Beispiel über diese Homepage. 

Völlig "anonym" kann man also nicht Mitglied der evangelischen Kirche werden. Aufgenommen wird man vom Presbyterium (der Gemeindeleitung) der Kirchengemeinde, in deren Bereich man wohnt. Das ist die Regel.


Gibt es noch einen anderen Weg (zurück) in die Kirche?

Ja, Sie können sich auch an die Kircheneintrittsstelle des Kirchenkreises wenden.

Bei uns ist diese in der Superintendentur bei Superintendent Joachim Anicker. Wenn Sie diesen Weg wählen möchten, vereinbaren Sie bitte einen Termin 
Tel.: 02551 14417 oder E-Mail: st-superintendentur@kk-ekvw.de


Wird man beim Wiedereintritt in die Kirche nochmal getauft?

Nein - Die Taufe ist einmalig. Sie wird von allen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gegenseitig anerkannt. Darum werden Wiedereintrittswillige nicht noch einmal getauft, wenn Sie früher einer anderen anerkannten christlichen Gemeinschaft angehört haben.


Gehört zum (Wieder-)Eintritt auch eine Prüfung?

Zumeist nicht. Vorgesehen ist in der Regel nur ein Gespräch mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin sowie die Teilnahme an einem Gottesdienst (mit Teilnahme am Abendmahl).

Sie sollten sich allerdings selbst prüfen, wie ernst es Ihnen mit der Kirche ist. Sie treffen eine wichtige Entscheidung.


Braucht man bestimmte Unterlagen für den Wiedereintritt?

Wenn man dem Pfarrer oder der Pfarrerin nicht persönlich bekannt ist, sollte man den Personalausweis dabei haben. Außerdem werden bei einem Wiedereintritt die Daten über den Kirchenaustritt (Austrittsbescheinigung) und möglichst auch die Taufurkunde benötigt. 


Was bedeutet der Wiedereintritt für mich finanziell?

Der Eintritt in die evangelische Kirche ist, im Unterschied zum Austritt bei den staatlichen Stellen, kostenlos. 

Bitte beachten Sie aber, dass mit Ihrer Mitgliedschaft eventuell Kirchensteuern verbunden sind. Es gibt allerdings viele Kirchenmitglieder, die gar keine Kirchensteuer zahlen (z. B. Jugendliche, Studierende, Arbeitslose, Rentner). 
In der Regel müssen neun Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer bezahlt werden. Dies gilt ab einem Bruttoeinkommen von 899,99 € für Ledige, 1.703,99 € für Verheiratete und 2.258,99 € für Verheiratete mit einem Kind. Wer 2.500 € brutto im Monat verdient und verheiratet ist, zahlt nur 12,69 € Kirchensteuer monatlich.

Die Kirchensteuer kann als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. So verringert sich Ihre Steuerschuld.

Die Kirche ist dankbar, dass ihre Mitglieder die kirchliche Arbeit mit Spenden und Kollekten und vor allem mit der Kirchensteuer unterstützen. Dadurch ist die vielfältige Arbeit in Gemeinden, diakonischen Aufgaben und im umfangreichen kirchlichen Bildungs- und Kulturbereich möglich.

Wichtiger Hinweis: Falls Sie eine Lohnsteuerkarte haben,  lassen Sie Ihre Kirchenzugehörigkeit bitte nach Ihrem Wiedereintritt eintragen.